walk the line, Installation, 2011

Künstlerische Bachelorarbeit auf 120 m Länge

Eine geschlossene, weiße Linie, die jeden Untergrund in sich aufnimmt, beginnt im Erdgeschoss und führt in einen abgedunkelten Raum im 3. Obergeschoss. Dort bricht sie in einer Spirale auf, um sich an ihrem Ende im Dunkeln zu verlieren. Im Treppenhaus gewinnt die Linie an Geschwindigkeit und bahnt sich ihren Weg zum Teil über die Wände und Decken. Sie prallt an Kanten und Ecken ab und ist auf Grund ihrer starken Präsenz und ungewohnten Platzierung sehr einnehmend und beeinflusst deshalb den Blick des Besuchers. Sie bricht die Konturen der vorhandenen Architektur auf, zerteilt Bereiche und schafft so neue Räume.

Maßgebend für die Installation ist die farbliche Kennzeichnung, die sich ihren Weg entlang der Oberfläche von Verkehrsflächen des Straßenverkehrs bahnt. Während die eine Linie im Straßenverkehr die Aufgabe hat, eine Orientierung zu ermöglichen und zu verbessern, Verkehrsströme aufzuteilen und zu beeinflussen, so wirkt sich diese Linie im engen Treppenhaus jedoch anders aus. Sicherlich führt sie von A nach B, kann auch bis zu einem bestimmten Grad Verkehrsströme aufteilen, verbessert aber nicht die Orientierung und beeinflusst in einigen Fällen bestimmte Automatismen.

Die Linie ragt, wie ihr Original, mehrere Millimeter hervor und wurde mit lösemittelfreier Farbe und Reflexperlen besetzt (siehe: „Typ-II-Markierungen“). Im Treppenhaus wird diese Reflexion durch das hereinfallende Tageslicht und die vorhandene Beleuchtung beeinflusst. Mittels eines Lärmschutzkopfhörers, auf dem ein Licht angebracht wurde, ist es dem Betrachter jedoch möglich, innerhalb des abgedunkelten Raumes die Reflexion selbst zu beherrschen.

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